Letzte Woche hatte ich Gelegenheit, die Grundschule am Königsberg in Wolfstein zu besuchen. Sie wurde 2024 als eine von zwei Grundschulen im Kreis Kusel für das Startchancen-Programm ausgewählt.
Schulleiterin Frau Birgit Gehm-Schmitt berichtete, dass man vor Ort Kindern mit schlechteren #Startchancen seit jeher die bestmögliche Bildung und Teilhabe ermöglichen wolle. Da Kinder und Familien einen hohen Stellenwert in der Verbandsgemeinde genießen würden, verfüge die Schule über eine sehr gute Ausstattung. Zudem habe man ein ausgesprochen engagiertes Kollegium, das die Kinder schon seit vielen Jahren gezielt fördere. Das passiere durch individuelle Förderung wie Lernboxen mit vorausgewähltem Material für alle Schülerinnen und Schüler. Oder über das Drehtür-Prinzip, bei dem z.B. Drittklässler, die stark in Mathe sind, schon bei den Viertklässlern am Unterricht teilnehmen können.

Dank des Programms könnten weitere Materialen angeschafft werden, außerdem werde eine zusätzliche Erzieherstelle an der Grundschule finanziert. Ganz wichtig sei aber auch die Vernetzung mit anderen Schulen im Programm. Hier könne man sich bereits erprobte Konzepte an anderen Schulen ansehen und gegenseitig voneinander lernen.
Vielen Dank für den Einblick und das beeindruckende, tägliche Engagement!
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Hintergrund:
Das Startchancen-Programm ist das größte Bildungsprogramm in der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland. Bund und Länder investieren dafür zusammen rund 20 Milliarden Euro in zehn Jahren.
In Deutschland werden etwa 4.000 Schulen mit einem hohen Anteil benachteiligter Schülerinnen und Schüler mit dem Startchancen-Programm gezielt gefördert.
Aus Rheinland-Pfalz nehmen 200 Schulen an dem Programm teil. Schülerinnen und Schüler sollen in den Basiskompetenzen gestärkt, die Prozesse der Unterrichts- und Schulentwicklung signifikant verbessert und das Zusammenwirken der verschiedenen Institutionen und Professionen weiterentwickelt werden.
Der gleichberechtigte Zugang zu hochwertiger Bildung ist eines der 17 Ziele für nachhaltige Entwicklung der Agenda 2030, zu der sich die Weltgemeinschaft verpflichtet hat. Nationale und internationale Studien bescheinigen Deutschland jedoch einen starken Zusammenhang zwischen Bildungserfolg und Herkunft. Diesen aufzubrechen und die Bildungs- und Chancengerechtigkeit zu erhöhen, sind die zentralen Ziele des Startchancen-Programms.



