Erneut gab es Wolfrisse im Kreis Kusel.
Unsere Region ist voller Weidetiere – diese sind mir besonders wichtig. Wölfe, die Tiere reißen oder bedrohen, müssen entnommen werden können. Nur so schützen wir die Tiere und die Halter wirksam.
Es werden klare Vorgaben gemacht, wie die Zukunft gerecht für den Wolf aber auch die Weidetierhalter gestaltet werden kann.
Das Wolfspräventionsgebiet wurde am 15.01.26 auf den gesamten Kreis Kusel ausgeweitet, d.h. Schutzmaßnahmen für Weidetiere werden nun vom Land aktiv gefördert.
Ich setze mich weiter dafür ein, dass identifizierte Problemwölfe rasch entnommen werden.
Wenn Herdenschutz an seine Grenzen stößt, muss gehandelt werden.
Zum Koordinationszentrum Luchs und Wolf in Rheinland-Pfalz geht es hier: KLUWO
Hintergrund:
Wenn sich durch Daten des demografischen Monitorings bzw. durch Nutztierrisse Hinweise auf die Anwesenheit eines oder mehrerer standorttreuer Wölfe ergeben, entscheidet das MKUEM (Ministerium für Klimaschutz, Umwelt, Energie und Mobilität) über die Ausweisung eines Präventionsgebiets.
Ein Präventionsgebiet entspricht nicht einem Schutzgebiet, sondern einem erklärten möglichen Vorkommensgebiet. Die Präventionsgebiete sind als Förderkulissen zu sehen, die sich aus Gründen der Praktikabilität stark an Kreisgrenzen orientieren und nicht mit Natur- und Landschaftsräumen zu verwechseln sind.
Nach Ausweisung eines Präventionsgebiets bzw. einer Pufferzone können Nutztierhalter für Präventionsmaßnahmen gegen Wolfsübergriffe Förderungen erhalten. Die Förderung geeigneter Schutzmaßnahmen innerhalb der Präventionsgebiete kann bei der FAWF über das KLUWO beantragt werden. Die Unterstützung erfolgt über eine Anteilsfinanzierung der förderfähigen Kosten zum Erwerb von geeigneten Zaunmaterialien oder Herdenschutzhunden. Der Schutz sollte so schnell wie möglich umgesetzt werden, um eine Gewöhnung des Wolfs an eine leichte Beute zu vermeiden
